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Ausgezeichnet: Die Schule am Meer ist Verbraucherschule

Fit für den Verbraucheralltag - Die Schule am Meer (SaM) kann sich erneut über die Auszeichnung Verbraucherschule in der Kategorie Silber freuen. Die Auszeichnung wird vergeben vom Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv). Sie ehrt Schulen, die Kindern und Jugendlichen lebensnah vermitteln, wie sie souverän und informiert mit den Herausforderungen des Alltags umgehen – sei es beim Thema Finanzen, Ernährung, nachhaltiger Konsum oder Medien.

Die Schule am Meer in Büsum ist eine von 65 ausgezeichneten Verbraucherschulen bundesweit. Sie überzeugte die Jury mit Beschreibung des Engagements, der Maßnahmen und Projekten aus Ihrer Bewerbung.

Die SaM wurde bereits im Jahr 2020 als Verbraucherschule in der Kategorie Silber ausgezeichnet.

Die Auszeichnung Verbraucherschule, die unter Schirmherrschaft von Bundesverbraucherschutzministerin Steffi Lemke steht, wird im Rahmen einer digitalen Veranstaltung am 3. März 2022 offiziell überreicht. Sie wird in den Kategorien Gold, Silber und Bronze vergeben, sowie in der Sonderkategorie Extra, für gezielte Maßnahmen in der Corona-Zeit.

Die nächste Auszeichnungsrunde startet im Mai 2022. Alle Informationen finden Sie unter www.verbraucherschule.de

Das Projekt Verbraucherschule

Das Projekt Verbraucherschule ist das einzige bundesweite Projekt zur Stärkung von Verbraucherbildung an Schulen. Es wird gefördert durch das Umweltbundesamt und das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz auf Beschluss des Deutschen Bundestages sowie durch die Deutsche Stiftung Verbraucherschutz.   

Kontakt im Projekt Verbraucherschule:

Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv)

Verbraucherbildung an der SaM

Verbraucherbildung ist ein vierstündiger WPU, der ab der siebten Jahrgangsstufe gewählt werden kann.

Das Besondere an diesem Fach ist, dass die SchülerInnen fürs Leben und ihre Zukunft lernen. Die Themen Konsum und Konsumverhalten stehen im Mittelpunkt und werden kritisch hinterfragt. Darüber hinaus ist in der heutigen Überflussgesellschaft die Auseinandersetzung mit einer nachhaltigen Lebensführung nicht mehr wegzudenken. Inhalte, wie der ökologische Fußabdruck, Nahrungsmittelproduktion und daraus resultierende Probleme werden genau unter die Lupe genommen.
Zuletzt setzen sich die SchülerInnen damit auseinander, was nach der Schule auf sie zukommt. Wieviel kostet eine Wohnung oder ein WG-Zimmer zur Miete? Wie eröffne ich ein Girokonto? Welche Versicherungen sollte ich als junger Mensch abschließen?

SaM-Projekte im Jahr 2022

Gemüse und Obst frisch aus dem Garten

Seit nun zwei Jahren baut der siebte Jahrgang im Fach Verbraucherbildung Gemüse und Obst an. Zu Beginn brainstormen die Schüler*innen welche Gemüse- und Obstsorten in Deutschland wachsen können und wählen dann selber aus, was angebaut werden soll. Dieses Jahr fiel die Wahl auf Erdbeeren, Kohlrabi, Möhren, Gurke, Mais und Radieschen. Ein paar Tomaten, Zucchini und Pflücksalat schummelten sich ebenfalls in das Gemüsebeet.

Doch bevor es an das Ernten oder Essen ging, waren viele Schritte nötig. Die Pflanzen wurden in kleinen Anzuchtkästen vorgezogen, später in Töpfe umgepflanzt und stetig mit Wasser versorgt. Hinzu kam, dass ein weiteres Hochbeet angeschafft wurde, welches die Schüler*innen aufbauten und mit viel Ausdauer mit verschiedenen Schichten befüllten.

Dann war es soweit im späten April durften die ersten Pflänzchen nach draußen. Im Mai kam dann der zweite Schwung und ab hier hieß es „pflegen und abwarten“. Vor den Ferien konnten dann die ersten Radieschen und Erdbeeren geerntet und genossen werden.

SaM-Flohmarkt: Eine Alternative zum herkömmlichen Textilkonsum

Im Fach Verbraucherbildung befassen sich die Schüler*innen am Anfang der siebten Klasse mit dem Thema Textilproduktion.

Fragen wie…

  • Wo wird die Kleidung hergestellt?
  • Was bekommen die Schneider*innen an Lohn und wie viele Stunden müssen sie die Woche arbeiten?
  • Wie kommen die Kleidungsstücke dann nach Büsum?
  • Wie viel kostet es eine Jeans zu produzieren und für wie viel Geld wird sie dann im Laden verkauft?

… werden hier erarbeite und beantwortet. Das Ergebnis ist oft ernüchternd und stellt die Schüler*innen vor ein großes Problem, denn viele coole Marken produzieren ihre Kleidung in China, Vietnam oder Indien. „Ich hätte nun schon ein schlechtes Gewissen, wenn ich ein Kleid kaufe und da steht MADE IN CHINA drauf.“: sagt eine Schülerin des Verbraucherbildungskurses.

Doch welche Alternativen gibt es? Die Antwort ist: Fair produzierte Kleidung oder Second-Hand. Doch das Angebot in Büsum war für die Schüler*innen eher nicht zufriedenstellend. Aus diesem Grund entschied sich der Kurs dazu selber aktiv zu werden und einen Flohmarkt zu organisieren. Doch nicht nur das. Aus eigener Initiative suchten die Schüler*innen im Internet nach einer Hilfsorganisation, die sich für die Rechte und bessere Arbeitsbedingungen für Schneider*innen in der Textilindustrie einsetzte. Sie entschieden sich für „medico international“ und kontaktierten diese. Es entstand ein freundlicher Austausch und es wurden kostenlos Flyer nach Büsum geschickt, damit beim Flohmarkt ein Spendenstand aufgebaut werden konnte.

Im November 2021 war es dann so weit. Unter den gegebenen Corona-Regeln bauten Schüler*innen ihre Stände auf, Musik wurde gespielt und Waffeln wurden gebacken. Mitschüler*innen, die keinen Stand gebucht hatten, kamen vorbei und schlenderten über den Flohmarkt.

„Insgesamt hat es viel Spaß gemacht und viele Kinder waren zufrieden mit ihren Einnahmen. Ich hoffe aber, dass wir das nochmal machen können, aber ohne Corona-Regeln, damit dann noch mehr Leute kommen können und wir noch mehr Spenden sammeln können.“

Ein Tauschstand für alle

Am 22.06.2022 wurde in Büsum der erste Tauschstand eröffnet. Hierfür wurden Gäste, Sponsor/innen und Spender/innen herzlich eingeladen. Bei angenehmer Musik wurde gegrillt und Kuchen gegessen. Als dann die Verbraucherbildungsgruppe ihre Dankesrede gehalten hatte und das rote Eröffnungsband zerschnitten wurde, war es endlich so weit. Es konnte losgehen mit dem Tauschen und tatsächlich kamen Nachbarn und Familien aus der Umgebung und brachten Gegenstände für den Tauschstand mit.

Doch wie kam es dazu und wie wurde das Projekt umgesetzt? Dies sind Fragen, die ich der Verbraucherbildungsgruppe in einem Interview gestellt habe.

Zunächst einmal, was ist überhaupt ein Tauschstand?

„Ein Tauschstand ist ein Ort, wo man Sachen, die man nicht mehr braucht, hinbringt und gegen eine andere Sache tauschen kann. Allerdings sollten die Gegenstände, im besten Fall den gleichen Wert haben, sauber und heil sein.“

Wie seid ihr auf die Idee gekommen?

„Nach den Herbstferien wollten wir ein neues Projekt starten. Dafür haben wir in der Gruppe gebrainstormt und viele Ideen gesammelt. Dann haben wir darüber geredet und viel überlegt. Zum Schluss haben wir abgestimmt und uns für den Tauschstand entschieden. Im Jahr zuvor haben wir einmal eine Tauschparty organisiert und deshalb fanden wir einen Tauschstand sehr geeignet für uns.“

Wie genau ist es euch gelungen eure Idee umzusetzen?

„Am Anfang haben wir Bewerbungen geschrieben, in denen wir nach Materialien oder Geld gebeten haben. Diese haben wir dann bei Einkaufsmärkten, Shops und Tankstellen verteilt. Auf diesen Wegen haben wir uns außerdem die ganze Zeit auf die Suche nach einem Standort gemacht. Die Freie Wählergemeinschaft hörte von unserem Projekt und lud uns zu sich ein. Bei dem Treffen waren dann auch der Bürgermeister und der Jugendzentrum-Betreiber mit dabei. Wir haben unsere Idee vorgestellt, und dort wurde uns die Garage im Jugendzentrum vorgeschlagen. Danach haben wir die Garage verspachtelt, geschliffen und gestrichen. Nebenbei haben wir nach Schränken bei Ebay Kleinanzeigen oder anderen Möglichkeiten gesucht, wie wir Gegenstände im Tauschstand unterbringen können. Dann waren wir fast fertig und die Sommerferien sollten bald beginnen. Also haben wir mit Flyern Werbung gemacht, um die Leute darauf aufmerksam zu machen. Als alles fertig war, haben wir alles eingeräumt und verstaut. Endlich kam der große Tag der Eröffnung.“

Warum ist ein Tauschstand eine gute Sache?

„Der Tauschstand ist eine gute Sache, weil man Sachen, die man nicht mehr braucht, nicht einfach in den Müll wirft, sondern für etwas Neues eintauschen kann. Wir leben in einer Wegwerfgesellschaft, in der wir ständig Sachen kaufen und wegwerfen. Der Tauschstand ist deshalb umweltfreundlich. Das Schöne daran ist, dass man kein Geld ausgeben muss und der Tauschstand von ALLEN genutzt werden kann.“

Und wo genau ist der Tauschstand zu finden?

Der Tauschstand befindet sich in Büsum beim Jugendzentrum.

Straße: An der Mühle 42, 25761 Büsum

Öffnungszeiten: Mo-Sa 12-19 Uhr (Bei Urlaubszeiten oder Unwetter können die Öffnungszeiten abweichen)

Seid ihr zufrieden mit eurem Ergebnis?

„Ja auf jeden Fall. Wir hätten niemals gedacht, dass es so gut genutzt und angenommen wird. Es sind in den letzten Wochen so viele neue Dinge dazugekommen. Wir hatten am Anfang Angst, dass es überhaupt nicht genutzt wird und der ganze Aufwand umsonst war, aber dem ist ja anscheinend nicht so. Das freut uns.“

Danksagung: Wir möchten unserem Schulleiter Herrn Siemund danken, dass er uns erlaubt hat dieses Projekt zu starten. Außerdem ein großes Dankeschön an die Freien Wählergemeinschaft Büsum, Alex vom Jugendzentrum und an den Bürgermeister, ohne Sie hätten wir es nicht geschafft. Ein letztes und sehr großes Dankeschön auch an Solly´s Ieshuus, Hausmeister Schulze, Gartenbau T. Thode und Baupartner Wilms für die Spenden bzw. das Sponsoring.

Text/ Interview und Fotos:Alexandra Colmsee und die Verbraucherbildungsgruppe

Der Weg zum Viertelfinale der Lebensweltmeisterschaft

Im zweiten Halbjahr wurden unsere Verbraucherbildungsstunden auf zwei Lehrerinnen aufgeteilt. Bei Frau Colmsee bearbeiteten wir einen Arbeitsplan zum Thema „Nahrungsmittelproduktion und Klimawandel“. Frau Lütje unterstützte uns bei einem Wettbewerb teilzunehmen, der den Namen „Lebensweltmeisterschaft“ trug. Der Ablauf des Wettbewerbs schien uns zunächst etwas komisch, aber wir hatten Lust drauf und man konnte etwas gewinnen. Die Lebensweltmeisterschaft sollte so ablaufen, dass wir als erstes einen Film oder ein Plakat gestalten sollten. Am Ende des Schuljahres sollte es dann ein Fußballturnier geben, dass den Lebensweltmeister küren sollte. Wie genau das ablaufen sollte, war uns nicht klar. Wir waren uns jedoch schnell einig, dass wir einen Film drehen wollten. Jede Schule bekam ein Land und eine Gemüsesorte zugeschrieben und darüber sollte berichtet werden. Wir bekamen Spanien und die Tomate. Wir begannen mit der Recherche im Internet, teilten uns die verschiedenen Themen auf und notierten uns alles auf Karten. Der Film sollte wie ein Vortrag aufgebaut sein. Jede Gruppe sollte ihre Informationen so frei wie möglich vor der Kamera präsentieren. Einer von uns hatte dann die Idee, dass wir am Anfang jedes Kleinvortrags eine Tomate fangen und, wenn wir mit dem Gesagten fertig waren, diese Tomate wieder aus dem Bild, quasi zur nächsten Gruppe werfen sollten. Das war eine super Idee! Leider war die Tomate recht klein. Manchmal ging es etwas unter oder wurde vergessen. Aber wir machten das Beste draus und schickten das Video gerade noch rechtzeitig ab. Eine Woche später sollten wir dann die Ergebnisse der anderen Schulen bewerten. Wir merkten: „Oh man, die sind fast alle besser als wir.“ Aber naja, nun wollten wir auch zum Fußballturnier fahren und dort als Team „Spanien“ antreten.

Also ging es eines Morgens los nach Kiel. Natürlich fiel der erste Zug aus, sodass wir kurz umplanen mussten, aber am Ende klappte alles. Es war strahlender Sonnenschein und wir waren motiviert. Paul und Deik spielen Fußball im Verein. Sie sollten das Spiel auf dem Feld leiten (wobei Paul als Teamkapitän beschlossen wurde). Frau Colmsee war unser Coach und bestimmte wer spielen durfte. Frau Wien war unsere Motivatorin, feuerte uns an und feierte uns bei guten Aktionen. Allerdings hatte Paul sich im ersten Spiel direkt eine leichte Zerrung geholt und konnte nicht mehr 100% geben, aber für das Team kämpfte er weiter. Deik war unser Dribbler. Mit seinen Flinken Füßen trickste er die Gegner aus. Nachdem unsere Mädchen ins Spiel gefunden hatten, wurden sie immer besser und konnten in der Abwehr einige Bälle ergattern. Fynn ist Torwart im Handball. Mit vollem Körpereinsatz verhinderte er mehrere Tore und erhielt von einigen Außenstehenden Lob für seine Leistung. Auch Ben, Kerim, Jerome (für das Turnier Thies getauft) und Jonas halfen immer wieder in der Abwehr und im Mittelfeld mit gutem Überblick. Unsere Teamleistung steigerte sich von Spiel zu Spiel. Am Ende war die Bilanz jedoch gegen uns. In der Gruppenphase verloren wir zwei Spiele, eins gewannen wir und ein Spiel verließen wir mit Gleichstand. Danach war erst einmal Mittagspause angesagt. Anschließend sollte verkündet werden wer es ins Viertelfinale geschafft hatte. Wir glaubten nicht daran, dass wir weiter waren. Es versammelten sich die Mannschaften unserer Gruppe auf dem Feld in einem Kreis. Der Veranstalter erklärte uns, dass die Leistung im Fußball zusammengerechnet wurde mit der Leistung des abgegebenen Videos. Unsere Hoffnung sank noch weiter. Aber wir wurden überrascht! Wir konnten es gar nicht glauben, aber durch das gute Ranking des Videos schafften wir es in die K.O.-Phase. Wir jubelten und Frau Wien war nicht mehr zu bremsen!

Dann begann das Viertelfinale. Wir hatten alle Bock und wollten unbedingt gewinnen. Alle auf dem Feld gaben ihr Bestes. Wir hatten mehr Ballbesitz und mehr Torchancen, als die gegnerische Mannschaft. Allerdings hatten sie einen richtig guten Torwart, der mehrere Schüsse von uns hielt. Es stand 1:1 und die letzten Minuten liefen. Kurz vorm Ende schoss unser Gegner noch ein Tor.

Das Turnier war für uns vorbei. Wir waren sehr zerknirscht und hätten unfassbar gerne noch mehr gespielt. Wir beschlossen im nächsten Jahr wieder anzutreten.

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