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Frankreichaustausch auf englischer Sprache

Ab Klassenstufe 5

Fremdsprachen lernt man am besten durch aktives Sprechen, optimalerweise mit Muttersprachlern. Weltweit verständigen sich Menschen jedoch auf Englisch, wenn sie die Muttersprache des Gesprächspartners gar nicht oder nur unzureichend beherrschen. Als Europaschule und Erasmus Schule hat die Büsumer Schule am Meer in diesem Jahr einen Austausch mit französischen Schülerinnen und Schülern durchgeführt, der genau dies förderte: Kommunikation auf Englisch.

Teilgenommen haben 18 Schülerinnen und Schüler des 7. Jahrgangs. Im März war die Schülergruppe aus Nantes in Büsum, Ende Mai folgte der Gegenbesuch in Frankreich. Die Kosten wurden komplett von Erasmus + übernommen. Entsprechend der Förderrichtlinien standen daher die Themen Nachhaltigkeit, European Citizenship und Digitalisierung im Mittelpunkt der gemeinsamen Projekte und Exkursionen. Das Programm in Deutschland als auch in Frankreich bot den Jugendlichen zahlreiche Möglichkeiten, diese Themen gemeinsam und praxisnah zu erleben. Beispielsweise erstellten sie in internationalen Teams Podcasts  zum Thema “Being young in Europe in the digital age” und setzten sich hierbei auch aktiv mit den Werten Europas auseinander. Die Schule am Meer ist dankbar, dafür die mobilen Aufnahmestudios vom Offenen Kanal Westküste zur Verfügung bekommen zu haben. Ebenfalls auf dem Programm stand ein informativer Besuch im Multimar in Tönning mit eigener Forschung zur Meeresverschmutzung sowie einer spannenden Führung im Aquarium Büsum. 

Auch in Frankreich spielte Nachhaltigkeit eine zentrale Rolle. Während einer Bootstour durch die Sümpfe von Port de Bréca lernten die Jugendlichen die Bedeutung dieser Feuchtgebiete für Zugvögel und den Klimaschutz kennen. Bei einer gemeinsamen Strandreinigungsaktion sowie einem Clean-up in der Innenstadt von Nantes engagierten sie sich selbst aktiv für den Umweltschutz und erfuhren unmittelbar, welche Auswirkungen Müll auf die Natur hat. Ein Besuch des Fischerortes Trentemoult verdeutlichte zudem, wie sich nachhaltige Fischerei und die Folgen des Klimawandels auf Küstenregionen auswirken.

Neben den fachlichen Inhalten stand vor allem der persönliche Austausch im Mittelpunkt. Ob bei gemeinsamen Spielen zum Kennenlernen, in den Gastfamilien oder bei den vielfältigen Projektarbeiten – die Schülerinnen und Schüler nutzten Englisch ganz als gemeinsame Sprache und knüpften neue Freundschaften über Ländergrenzen hinweg.

Susanne Forbrig, Lehrerin für Englisch, Geschichte und WiPo an der Schule am Meer in Büsum, war verantwortlich für Planung und Durchführung des Schüleraustauschs. Ihr Fazit nach der Rückkehr aus Frankreich: „Es war eine tolle Erfahrung, um auch zu sehen, dass man Englisch braucht, um sich mit anderen nicht-englischsprachigen Ländern zu unterhalten.“

Text: Claudia Brandt, Susanne Forbrig

Fotos: Susanne Forbrig, Claudia Brandt