Europatag an der Schule am Meer

Als Europaschule führt die Schule am Meer (SaM) in Büsum jedes Jahr einen Europatag durch. In diesem Jahr arbeiteten die Schülerinnen und Schüler sogar zwei Tage an ihren gewählten Projekten. Am zweiten Projekttag öffneten sich die Türen der Schule für Familienangehörige und Freunde, um einen Einblick zu gewähren, was an diesen Tagen erarbeitet wurde. Auch Bürgermeister Hans-Jürgen Lütje besuchte die Veranstaltung.
Organisiert wurden in diesem Jahr die Europatage von den Lehrkräften Lyn Karjel und Susanne Forbrig. Die Projektauswahl war vielfältig, so dass die Schülerinnen und Schüler ihren Neigungen entsprechend wählen konnten. Ob Naturwissenschaften, Sport, Fremdsprachen, Erdkunde, Kulinarsches oder auch Fairtrade, alle Projekte hatten einen Bezug zu Europa.
Der Präsentationstag war sehr gut besucht. Jede Projektgruppe hatte den Besucherinnen und Besuchern etwas geboten, zum Beispiel Rätsel, Spiele oder landestypische Leckereien. Passend dazu waren die Klassenräume dekoriert. Der Grundschulteil entsandte die dritten und vierten Klassen, sich am Standort Otto-Johannsen-Straße ein Bild davon zu machen, was die großen Mitschülerinnen und Mitschüler anlässlich des Europatags auf die Beine gestellt haben.
Dr. Kirstin Poremba und Dr. Katharina Keil haben das Projekt „Meer verbindet“ angeboten. Nach einer Stunde Theorie ging es ins Watt, um Algen zu sammeln, was im Januar herausfordernd ist. Die Gruppe ist fűndig geworden und konnte einige Rot-, Braun- und Grünalgen für ihre Kunstwerke sammeln. „Mit gutem Papier, Salzwasser, einer glatten Unterlage, Präpariernadel und Pinsel ging es an die Arbeit, zum Ende bei schöner französischer, spanischer und italienischer Musik. Der Kreativität waren keine Grenzen gesetzt. Das war sehr eindrucksvoll“, so Dr. Poremba. Wer sich nun fragte, was Algen aufs Papier bringen mit Europa zu tun habe, dem sagte sie: „Die Nord- und Ostsee sind eng mit dem Nordatlantik und mit dem Mittelmeer verbunden. Die Algen vor der Haustür in Bűsum findest Du ebenso an den Küsten Großbritanniens, den Niederlanden, in Belgien, Frankreich, Portugal, Spanien, Italien usw. Alles fließt und ist miteinander verbunden. Sogar die ganzen Küsten der Welt, egal wo, zeigen immer einen sehr ähnlichen Algenbewuchs.“
Beim Projekt „Back dich durch Europa“, geleitet von Lydia Giewat und Katharina Tiedemann, beschäftigten sich alle zunächst mit landestypischen Backwaren und den dazugehörigen Gewürzen und Zutaten. Für den Folgetag wurden diverse Lieblingszutaten eingekauft, bevor es am zweiten Tag frühmorgens in eine echte Backstube ging. Philipp Balzer, Bäckermeister und Geschäftsführer der Bäckerei „Mühlen Bäcker“ in Heide, machte für die Schule am Meer eine Ausnahme und empfing die Projektgruppe in seiner Backstube zum kreativen Backen und für eine interessante Führung. Die Schülerinnen und Schüler erfuhren viel über die unterschiedlichen Teigsorten, bevor sie gemeinsam mit dem Gesellen Florian phantasievolle Back-Kunstwerke herstellten. Mit reichlich gefüllten Körben ging es schließlich nach Büsum an die SaM zurück, um die selbstgebackenen Kreationen den Besucherinnen und Besuchern anzubieten. Die Schule am Meer dankt Philipp Balzer und seinem Team, dass die Projektgruppe in der Backstube so freundlich empfangen wurde und dort selbst backen durfte.

























