Die Schule am Meer wird zukünftig den neunjährigen Bildungsgang des Gymnasiums (G9) anbieten. Dieses Bildungsangebot gilt für die Schülerinnen und Schüler, die sich im laufenden Schuljahr in der fünften Jahrgangsstufe befinden.

 

 

Lesen macht reich

Auch in diesem Jahr wurde der UNESCO-Welttag des Buches an der Schule am Meer (SaM) gewürdigt. Im Grundschulteil am Neuen Weg gab es dazu einige Aktivitäten, bei denen wie schon im Vorjahr Maythe Thiedemann und Carolin Gaertner von der Buchhandlung Scheller Boyens, Kooperationspartner der SaM, tatkräftig mitwirkten. Außerdem war Kinderbuchautor Armin Pongs zu Gast. Seit 1995 wird dieser Tag weltweit gefeiert von Verlagen, Bibliotheken, Schulen und Lesebegeisterten.

Alle Grundschüler besuchten in Gruppen eingeteilt die Lesung von Armin Pongs in den Räumlichkeiten der OGS. Er erzählte spannende Geschichten von seiner Märchenfigur Krokofil. Aufmerksam hörten sie dem Autor zu, denn er verstand es, die Kinder zu unterhalten. Außerdem warteten die Schüler nur darauf, dass Pongs „Krokodil“ statt „Krokofil“ sagte. In diesem Fall wurden zehn Liegestützen fällig. Am Ende seiner Krokofil-Lesung zählte er mit Unterstützung der Kinder die Vorteile des Lesens auf und schlussfolgerte: „Lesen macht reicht.“ Diese Veranstaltung wurde durchgeführt in Zusammenarbeit mit dem Friedrich-Bödecker-Kreis und dem Land Schleswig-Holstein.

Für die vierten Klassen fand ebenfalls unter der Leitung von Armin Pongs seine bewährte Schreibwerkstatt mit Marmorschnecken statt. Dazu teilte er Marmorschnecken aus, die die Schüler an ihr Ohr legen sollten, um ihre Geschichten zu hören. Danach diktierte er drei Sätze und gab weitere Stichpunkte, die jeweils in den eigenen Text integriert werden sollten. Die Aufgabe bestand darin, eine eigene Fortsetzung von Krokofils Abenteuern zu schreiben. Sechs Bände über die Abenteuer des besonderen Krokodils gibt es bereits. Der siebte Band, entsprechend der Anzahl der Zacken einer Marmorschnecke, fehlt noch.

Carolin Gaertner und Maythe Thiedemann boten Buchvorstellungen an, die Lust auf das Lesen altersgerechter Bücher machen sollten. Sie hatten kistenweise Bücher dabei, damit die Schüler im Anschluss selbst darin schmökern konnten.

Text und Fotos: Claudia Brandt

Der Klimawandel an unserer Küste

Meeno Schrader berichtet im Watt’n Hus

 

Ein Freitag für die Zukunft! Der bekannte Wetterexperte vom NDR berichtet gleich zweimal über die Folgen des Klimawandels – vormittags für die Schule am Meer, um 19 Uhr im Watt’n Hus für die Öffentlichkeit.

 

Der Schutz unserer Natur wird in der Büsumer „Schule am Meer“ großgeschrieben. Bereits die Jüngsten haben mit ihrem Projekt „Schluss mit Plastik – eine Nationalparkschule räumt auf“ den Bildungspreis „Plietsche Lüüd“ gewonnen. Altersgerecht wird von Schülerinnen und Schülern Meerwasser gefiltert, das Watt erforscht, Müll gesammelt und viel über die Gesetze der Naturwissenschaft gelernt. „Schon früh ein Umweltbewusstsein zu verankern, ist wichtig, denn der Klimawandel macht auch vor unserer Küste nicht halt“, sagt Heike Dorn, Vorsitzende im Förderverein der Schule am Meer. „Wir freuen uns daher sehr, den bekannten Meteorologen Dr. Meeno Schrader gleich für zwei Büsumer Veranstaltungen zu gewinnen: Über den Klimawandel und die Folgen berichtet der Wetterexperte vom NDR am 10. Mai vormittags für die Schule am Meer und abends um 19 Uhr öffentlich für alle Interessierten im Watt’n Hus.“ Der Vorverkauf für die Abendveranstaltung läuft über drei Mitglieder der Wirtschaftsinitiative „Pro Schule Büsum“.

Auch Schulleiter Dr. Uli Bleckwehl ist begeistert, dass mit Dr. Meeno Schrader den Schülerinnen und Schülern aus der Gemeinschaftsschule und dem Gymnasium altersgerecht und anschaulich Wissen und vertiefte Kenntnisse zum Thema Klimawandel vermittelt werden und der Förderverein dies finanziell unterstützt, sodass der Vortrag am Vormittag für die Jugend gratis ist. „Hierdurch erfährt die Behandlung des Themenbereichs Klimawandel im Unterricht eine qualitativ hochwertige Ergänzung“, so Bleckwehl, „und es findet Bildung im besten Sinne statt. Vor- und nachbereitet wird der Klimabericht dann im Geographie- und Weltkundeunterricht der Schule am Meer.“

Wie hoch steigt der Meeresspiegel? Was können Küstengemeinden, Einwohner und Urlauber tun, um möglichst nachhaltig die gesteckten Klimaziele zu erreichen? In seinem umfangreichen Vortrag wird der Diplom-Meteorologe unter anderem der Frage nachgehen: Wie extrem ist extrem? „Durch die Erwärmung der Meere weitet sich das Wasser aus, dadurch steigt der Meeresspiegel um etwa einen Meter an“, sagt Meeno Schrader. „Die Erde hat Fieber!“

 

Dr. Meeno Schrader

10. Mai 2019, 19:00 Uhr, Watt’n Hus.

Eintritt im Vorverkauf: 5 Euro

Karten erhältlich bei: Edeka Jensen (Heider Straße), Delphin Apotheke (Alleestraße) und Juwelier Kremin (‚Seemeile’, Alleestraße). Restkarten an der Abendkass:, 6,50 Euro. Einlass ab 18:30 Uhr.

 

 

Kurzinterview mit Wetterexperte Meeno Schrader

 

Was halten Sie von der "fridays for future"- Bewegung, Herr Dr. Schrader?

Meeno Schrader: „Ich bin beeindruckt wie politisch unsere Jugend ist oder sein kann und finde die Bewegung großartig.

 

Wie kann man, können Sie die Jugend unterstützen?

Meeno Schrader: „Durch Akzeptanz auf Augenhöhe, Unterstützung und Änderung des Konsumverhaltens.“

 

Sie beschäftigen sich beruflich intensiv mit Messwerten zum Klimawandel. Worin sehen sie aktuell die größte Gefahr regional, lokal?

Meeno Schrader:Bei uns geht die Neigung hin zu schweren Gewittern mit Überschwemmungspotential, schwerem Hagelschlag, Wind- und Wasserhosen. Auf der anderen Seite Dürre und Waldbrandgefahr. Allerdings sind andere Regionen auf der Erde viel größeren Gefahren ausgesetzt, da geht es für viel, viel mehr Menschen um Hab und Gut, Leben und Tod."

 

Viele von uns freuen sich, wenn die Sonne scheint und die Sommermonate trocken und warm sind. Geht es Ihnen ähnlich oder denken Sie dann eher an Klimawandel?

Meeno Schrader:Auch mir gefällt so ein Wetter - ich kann allerdings mittlerweile den Gedanken an den Klimawandel nicht mehr beiseiteschieben. Bei mir geht das eine nicht mehr ohne das andere."

 

Es heißt immer: Nichts ist nur schlecht. Worin sehen Sie für die Dithmarscher Küste und die Landwirtschaft eine Chance?

Meeno Schrader:Es kommen immer mehr Touristen nach Dithmarschen mit allen positiven wirtschaftlichen Aspekten. Davon profitiert direkt auch die Landwirtschaft z.B. durch eine höhere Nachfrage der regionalen Produkte, Ausweitung der Direktvermarktung der landwirtschaftlichen Produkte, aber auch mehr Ferien auf dem Bauernhof."

 

Hat die Vermüllung unserer Meere Auswirkungen auf den Klimawandel?

Meeno Schrader:Direkte Auswirkungen sind mit nicht bekannt. Indirekt aber schon durch eine Veränderung der Wahrnehmung und Sichtbarmachung, wie wir mit der Erde und ihren Ressourcen umgehen. Dazu gehört auch die Sichtbarmachung, welch unglaubliche Mengen an (auch überflüssigen) Dingen von uns Menschen produziert und konsumiert werden. Produktion und Konsum erfordern einen hohen Energieeinsatz, der in der Regel (noch) meist unter Einsatz fossiler Energien aufgebracht wird, was den Klimawandel antreibt."

 

Texte und Plakat: Heike Dorn

Bild: PR

 

Punktlandung im Beruf

Wichtiger Baustein im Rahmen der Berufsorientierung

Zum zweiten Mal fand das Projekt „Punktlandung im Beruf“ in der achten Jahrgangsstufe statt. Wie schon bei der ersten Durchführung wurde es ermöglicht durch starke Partner der Schule am Meer (SaM). Veranstaltungsort war das Hotel & SPA „Küstenperle“, das seit diesem Jahr offiziell Kooperationspartner der SaM ist und die Räumlichkeiten sowie einige Mitarbeiter und Auszubildende als Referenten stellte. Zusätzlich waren externe Referenten im Einsatz. Förderer waren abermals die Wirtschaftsinitiative Pro Schule Büsum e.V. und die Bildungskette Amt Büsum-Wesselburen. Zusätzlich konnte der Förderverein der SaM als Sponsor gewonnen werden. Für die Übernahme der Kosten in Höhe von rund 6.500 € ist die Schule sehr dankbar. Ziele des Projekts sind nicht nur die für einen Standort wie Büsum wichtigen Einblicke in den Bereich Hotellerie und Gastronomie sondern auch wertvolle Tipps in Vorbereitung auf die Praktika und die Lehrstellensuche.

Drei Tage fand das Programm in der „Küstenperle“ statt, so dass für jede der drei Klassen ein Tag vorbehalten war. Die Schüler erfuhren unter anderem, wie man sich korrekt kleidet, ein Gespräch führt und verhält beim Vorstellungsgespräch. Das theoretisch Erlernte wurde durch praktische Übungen ergänzt. Darüber hinaus lernten die Jugendlichen die unterschiedlichen Berufsbilder in einem Hotel kennen. Das ist hilfreich, um herauszufinden, ob der Traumberuf einem liegt, oder ob eventuell ein Beruf passen könnte, den man bislang nicht in Betracht gezogen hat. „Das Projekt ist ein wichtiger Baustein des WiPo-Unterrichts sowie der Berufsorientierung“, sagte Schulleiter Dr. Ulrich Bleckwehl, der sich vor Ort ein Bild machte. „Die Inhalte bereiten perfekt auf die nachfolgenden Praktika und den anschließenden Eintritt in das Berufsleben vor“, so Dr. Bleckwehl weiter. Auch Petra Giese von der Bildungskette ist vom Nutzen überzeugt und hofft auf Verstetigung des Projekts in den kommenden Jahren, trotz dem die Bildungskette als Förderer entfällt. „Es ist super, dass die Schülerinnen und Schüler den Hotel- und Gastronomiebereich aus einer anderen Perspektive kennenlernen“, meint sie. Gemeinsam mit ihrer Kollegin Irina Kan-Junge war sie als Projektleitung der Bildungskette des Amtes Büsum-Wesselburen an allen drei Tagen dabei. Die Grundidee zum Projekt stammt von Susanne Kraus-Bleckwehl, Bildungsmanagerin im Schulverband Wesselburen. Als Brücke zwischen Schule und Wirtschaft soll es ihrer Meinung nach den Berufseinstieg erleichtern und gleichermaßen das Selbstbewusstsein der Schüler stärken. Gutes Benehmen ist im Berufsleben ausgesprochen wichtig, nicht nur für das Vorstellungsgespräch. Gerade im Dienstleistungsbereich, der im Amt besonders stark ausgeprägt ist (Tourismus, Gastronomie, Hotellerie und Handwerk), werden Fachkräfte benötigt, die über sehr gute Umgangsformen verfügen. Damit leistet das Projekt auch einen Beitrag zur Fachkräftesicherung und Wirtschaftsförderung. Beide Seiten - Schule und Wirtschaft – profitieren“, erläutert Kraus-Bleckwehl. Sie wusste zu berichten, dass die Wesselburener Schüler im letzten Jahr an einem vergleichbaren Programm im Gasthof Leesch teilgenommen haben. Diese Projektidee wurde von der Bildungskette weiter entwickelt, in die aktuelle Struktur gebracht und mit Erfolg umgesetzt.

Text: Claudia Brandt, Susanne Kraus-Bleckwehl

Bilder: Claudia Brandt

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