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Verabschiedung von Waldemar Weisheim

  • Schule am Meer

Kurz vor Beginn der Herbstferien fand an der Schule am Meer (SaM) die Verabschiedung eines Urgesteins statt. Waldemar Weisheim, 23 Jahre an der SaM als Hausmeister tätig, wurde in den Ruhestand verabschiedet. Viele Kolleginnen und Kollegen, Wegbegleiter und Familienangehörige waren zur Abschiedsfeier erschienen. In Grußworten und Aufführungen würdigten sie sein unermüdliches Engagement und seine Hilfsbereitschaft. Zum Ausklang lud das Ehepaar Weisheim zum Grillen mit leckerem Salatbuffet ein.

Eröffnet wurde das Programm mit einem Lied von Schülerinnen und Schülern und Musiklehrerin Anneka Kapoun. Es folgte ein Sketch, in dem ein Schüler die Rolle von Hausmeister Weisheim übernahm. In mehreren Szenen ging es um Probleme im Schulgebäude, zum Beispiel Stromausfall oder eine defekte Heizung. Wie im wahren Leben war Hausmeister Weisheim sofort zur Stelle und kümmerte sich um die Reparatur.

Danach folgten die Reden. Den Anfang machte Dirk Wunsch, Hausmeister an der OGS, gemeinsam mit der Leiterin der OGS, Bianca Wriedt. „Du bist ein Mann der Tat. Ohne viel Gesabbel hast du einfach losgelegt“, sagte Wunsch und lobte seine große Hilfsbereitschaft und Freundlichkeit. Bianca Wriedt ergänzte, dass sein großes Herz den angehenden Pensionär auszeichnete. So berichtete sie von einer Personalversammlung im Watt’n Hus, zu der Waldemar Weisheim so viele Kolleginnen und Kollegen in seinem VW Bus mitnahm, dass er noch Stühle in sein Fahrzeug stellen musste, nur um niemanden stehen zu lassen. „Du hast uns niemals stehen lassen, du hast uns immer unter die Arme gegriffen“, resümierte Wriedt. Zum Abschied überreichten die beiden ihm einen Reneclauden-Baum, dessen Früchte im Herbst die Erinnerung an die ehemaligen Kollegen wach halten solle.

Anschließend folgte das Grußwort des Schulleiters Kurt Siemund. „Man sagt, die Seele einer Schule spiegelt sich im Hausmeister wieder“, sagte er und lobte Waldemar Weisheim, dass er immer für alle da war. Siemund fuhr fort mit einigen Abschnitten aus dem Lebenslauf des scheidenden Hausmeisters. Geboren wurde er als Einzelkind 1957 in der Ukraine. Mit vier Jahren zog er gemeinsam mit seiner Mutter nach Kasachstan. Dort schloss sich nach der schulischen Laufbahn ein Studium zum Bauingenieur mit Diplom an. Außerdem lernte er dort im Alter von 18 Jahren auf einem Schachturnier seine Frau Lilia kennen. Er beobachtete, wie ein anderer Mann gegen sie ein Schachspiel verlor. Daraufhin spielte er gegen sie und verlor ebenfalls. Schon ein Jahr später heirateten die beiden. Als er 24 war, kam Sohn Roman zur Welt. Fünf Jahre später folgte Tochter Alexandra. 1998 sah das Ehepaar für die Kinder in Kasachstan keine Zukunft und wanderte nach Deutschland aus. Lilia Weisheim fand sofort Arbeit. Ihr Mann erst ein Jahr später. An der Büsumer SaM wurde er Hausmeister. Seit 2010 haben die beiden in Büsum ein eigenes Haus.

„Auf Familie Weisheim kann man sich immer verlassen, keine Anstrengung war zu viel, kein Weg zu weit, trotzdem sind die beiden immer freundlich, hilfsbereit und fleißig, sogar am Wochenende“, fuhr Siemund fort. Waldemar Weisheim habe ohne zu klagen sämtliche Veränderungen an der Schule mitgemacht. Als Beispiel führte der Schulleiter die schnell wechselnden Anweisungen und die Mehrarbeit während der Corona-Zeit an. Ihre Hilfsbereitschaft stellte das Ehepaar Weisheim auch gleich zu Beginn des Krieges in der Ukraine unter Beweis. Lilia Weisheim ging ihrem alten Beruf als Lehrerin nach und unterstützte die Lehrkräfte im DaZ-Unterricht. Auch ihr Mann half, wo er nur konnte, bei Kommunikationsproblemen.

„Ich gehe mit einem lachenden und einem weinenden Auge“, so begann Waldemar Weisheim seine Abschiedsrede. Er erzählte, dass er an der Schule am Meer den längsten Abschnitt seines Arbeitslebens verbracht habe. Viel erlebt habe er in den 23 Jahren und dabei tolle Menschen kennengelernt. Fünf Schulleiter waren in dieser langen Zeit im Amt. Unzählige Tische und Stühle habe er als Hausmeister gerückt. Langweilig sei es in seinem Job nie gewesen. Auf seinem Weg habe er viele Helfer und Unterstützer gehabt, denen er sehr dankbar ist. Insbesondere dankte er Kurt Siemund. Lobend erwähnte er die gute Zusammenarbeit mit Andreas Genthe und Dirk Wunsch, mit den Sekretärinnen Kerstin Pantel und Petra Thiessen sowie mit den Reinigungskräften. Auch seiner Frau Lilia sprach er seinen Dank aus. Mit ihr sei er nicht nur zuhause sondern auch auf Arbeit ein gutes Team. Seinem Nachfolger Bastian Schilder wünschte er viel Erfolg bei seinen neuen Aufgaben.

Bevor das gemeinsame Essen folgte, gab es noch ein Abschiedslied von den Lehrkräften.

 

Text und Fotos: Claudia Brandt

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