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Lighthouse-Hotels nur für Insekten

  • Ab Klassenstufe 5

In einem gemeinsamen Projekt von Kähler Bau, den Heimathafen Hotels und der Schule am Meer (SaM) sind drei Insektenhotels entstanden, die nun an drei Standorten in Büsum die Blicke der Passanten auf sich ziehen, da sie Miniaturen des Büsumer Hotels Lighthouse sind. Die Kunstwerke stehen am Rathaus, im Kurpark und in der Otto-Johannsen-Straße an der SaM.

Projektleiterin Lena Bölter hat ihr Abitur an der SaM abgelegt und sich danach für eine Karriere im Handwerk entschieden. Zunächst absolvierte sie bei Kähler Bau eine verkürzte Ausbildung zur Zimmerin, um wertvolle Praxiserfahrungen zu sammeln. Im Moment befindet sie sich in einem dualen Studium zur Bauingenieurin. Für den praktischen Teil ist sie weiterhin bei der Firma Kähler beschäftigt, das Studium absolviert sie an der Hochschule 21 in Buxtehude. Die Idee zum Bau der Insektenhotels entstand, als sie sich ein Thema für einen Praxisvortrag suchte. Bölter erinnerte sich an die Schulzeit, in der sie bei Florian Klingele im Kunstunterricht Figuren aus Porenbeton meißelte und im Biologieunterricht bei Dr. Kirstin Poremba Bienenweiden anlegte. Das wollte sie in einem nachhaltigen Projekt vereinen. Gleichzeitig war es ihr Ziel, die Schülerinnen und Schüler für das Handwerk zu begeistern, denn es machen immer weniger Absolventen eine Ausbildung, insbesondere in Handwerksberufen. Außerdem sind im Bereich Handwerk die weiblichen Bewerber rar.

In Vorbereitung auf die eigentliche Projektarbeit konnte sie ihren Arbeitgeber und die Geschäftsleitung der Heimathafen Hotels zum Kooperieren motivieren. So war die Finanzierung gesichert und zugleich die Unterstützung mit Mitarbeitern von Kähler Bau sowie mit dem geeigneten Baumaterial. Der dritte Kooperationspartner ist die Büsumer Schule am Meer. Das Projekt „Heimathafen für Insekten – Jedes Zimmer zählt!“ konnte starten. Bevor es an die eigentliche Arbeit ging, besuchte Bölter die Klassen EOa und EOb im Biologieunterricht an ihrer ehemaligen Schule. Mit viel Herzblut präsentierte sie ihren Werdegang, die Vorteile eines Berufs im Handwerk einschließlich der Aufstiegschancen und schließlich das geplante Projekt. Sie hatte alles anschaulich vorbereitet in einer Präsentation und zwei kleinen selbst gedrehten Filmen. Dabei wiederholte sie mit den Schülerinnen und Schülern auch den Stoff, der wichtig ist, um die Sinnhaftigkeit des Projekts zu verstehen: Warum haben wir immer weniger Insekten? Was schadet ihnen? Wie können wir helfen? Außerdem gab sie einen Einblick, wie vielfältig ihr Beruf sei, und wie sie im Vorfeld die Bauteile für die Schülerinnen und Schüler vorbereitet hat.

Am Aktionstag haben die beteiligten Klassen einen Schultag nicht die Schulbank gedrückt sondern in Arbeitskleidung mit Unterstützung von Lena Bölter und vier weiteren Gesellen bei der Firma Kähler drei Insektenhotels gebaut. Begleitet wurden sie von Biologielehrerin Dr. Kirstin Poremba und ihrem Kollegen Humberto Hidalgo Pérez. Zuvor hatte die Projektleiterin alles bis ins Detail perfekt vorbereitet: Die Bauteile waren schon zugeschnitten, es lagen Baupläne aus und alle notwendigen Schrauben, Nägel und Werkzeuge lagen bereit. Bölter zeigte sich beeindruckt von der Leistung der Schülerinnen und Schüler: „Es läuft viel besser als erwartet. Die arbeiten sehr selbstständig und haben Lust dazu.“ Das geplante Zeitfenster reichte aus, um die acht einzelnen Häuser aller drei Insektenhotels zu montieren und mit der „bewohnbaren“ Füllung aus Stein, Holz, Reet und Pappröhrchen zu füllen. Darüber hinaus war noch Zeit für eine Frühstücks- und eine Mittagspause, so wie es bei echten Handwerkern im Alltag üblich ist. Die Verpflegung der Projektgruppe übernahm ebenfalls Kähler Bau. Zusätzlich bot sich die Gelegenheit, das firmeneigene Museum mit einem Opel Blitz, Baujahr 1951, zu besichtigen. Der aus heutiger Sicht kleine LKW ist ein Nachbau des ersten LKW des Firmengründers Willy Kähler. Die praktische Arbeit machte auch der Schülergruppe viel Spaß. „Das ist besser als Unterricht“, meinte Jette Andresen. „Bin am überlegen, ob ich eine Ausbildung machen werde“, ergänzte sie. Mitschüler Leif Thiessen hatte ebenfalls viel Freude an dieser Arbeit. Er ist auch gerne zuhause handwerklich tätig.

Text: Claudia Brandt

Fotos: Claudia Brandt, KiPo

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