Grundschüler arbeiten an verschiedenen Projekten in der Vorhabenwoche

In der Kalenderwoche 39 sah Unterricht im Grundschulteil der Schule am Meer ein wenig anders aus. Unter dem Motto „Vorhabenwoche" arbeitete jede Klassenstufe an einem bestimmten Thema.
Die ersten Klassen hatten das Thema „Sozialkompetenz". In der kleinen Turnhalle wurden Spiele gespielt, mit denen ganz nebenbei Kernkompetenzen geschult wurden, die auch im Unterricht wichtig sind: einander zuhören, dem Lehrer zuhören und Anweisungen befolgen, Teamwork, im richtigen Moment still sein und ruhig auf dem Platz sitzen bleiben.

Bianca Ruhland und Sascha-André Schröder von der Schulsozialarbeit hatten viele gute Ideen, um das alles zu trainieren. Das Thema „Zeit" behandelten die zweiten Klassen. Unter der Anleitung von Andrea Vanselow und Lydia Giewat und mit Unterstützung von Finja Stürtz, Lehramtsstudentin im Praktikum, wurden täglich unterschiedliche Aspekte aus diesem Themengebiet beleuchtet. So beschäftigten sich die Kinder mit Tages- und Jahreszeiten, entwickelten ein Gefühl für Zeit und übten das Ablesen der Uhr. Damit der Lernstoff spannend und anschaulich blieb, wurden Uhren, Sanduhren und Kalender gebastelt.

Den „Werkzeug-Führerschein" machten die Schüler die dritten Klassen. Am ersten Tag beschäftigte sich der Tischler Johannes Strufe ehrenamtlich mit jeder Klasse zwei Stunden. In dieser Zeit erläuterte er den korrekten Umgang mit Hammer, Zange, Schraubstock und Schleifpapier. Für viele Kinder waren es die ersten Berührungspunkte mit dem Thema „Werken", das fortan Teil des Kunstunterrichts sein wird. Mit den neu erworbenen Kenntnissen haben die Schüler Fadenbilder auf Holz gefertigt, die gut geeignet als Weihnachtsdekoration sind. Die Lehrerinnen Doris Hahn und Bettina Nissen halfen bei Problemen und sorgten für ein unfallfreies Arbeiten mit den Werkzeugen.

Larissa Rhein, die derzeit ihren Bundesfreiwilligendienst an der OGS Blinkfuer absolviert, unterstützte die Lehrkräfte dabei. Eine Art Führerscheinprüfung legten auch die vierten Klassen ab. Eine Woche lang lernten die Schüler in Theorie und Praxis, wie man sich als Radfahrer richtig im Straßenverkehr verhält. Am letzten Tag legten alle ihre Fahrradprüfung ab. Prüfer war ein echter Polizist. Siegfried Schoop ist schon seit vielen Jahren im Bereich Verkehrserziehung für Schulkinder tätig und macht dies mit viel Herzblut. Vor Fahrtantritt prüfte er die Verkehrstauglichkeit von jedem Fahrrad. Dann fuhr jeder Schüler einzeln eine vorgegebene Strecke durch Büsum. Streckenposten auf dieser Route waren Eltern, die sich freiwillig dazu bereiterklärt haben. Sie machten Notizen, um zu dokumentieren, ob sich die Fahrschüler immer richtig und der Verkehrssituation entsprechend verhalten haben. Tanja Matzen und Andrea Ruhtz hatten ihre Schüler sehr gut vorbereitet und halfen vor Ort dabei, dass alle ihre nummerierten Warnwesten fest anlegten.

Text und Bilder: Claudia Brandt