Schule trifft Wissenschaft

ITAW

Das Institut für Terrestrische- und Aquatische Wildtierforschung (ITAW) der Stiftung Tierärztlichen Hochschule Hannover (TiHo) hat seinen Sitz in Büsum und wird von Frau Prof. Prof. h.c. Dr. Ursula Siebert geleitet. Zahlreiche Masterstudenten, Promotionsabsolventen und Wissenschaftler arbeiten hier an aktuellen Themen wie den Walstrandungen. Zusammen mit Dr. Klaus Vanselow vom Forschungs- und Technologiezentrum Büsum (FTZ) der Christian-Albrecht-Universität Kiel wird versucht die Ursachen hierfür zu erforschen. Seit ca. 10 Jahren arbeitet SaM mit den beiden Instituten zusammen.

Die Zusammenarbeit zwischen ITAW hat sich intensiviert, so dass nicht nur Oberstufenschüler, sondern auch die Mittelstufe, Unterstufe und die Grundschule regelmäßig Kontakt haben und dies auch im Schulprogramm verankert ist. Im Rahmen der Nationalparkarbeit besuchen die Drittklässler bereits das ITAW und erhalten erste Einblicke in die Lebensweise von Robben, deren Anatomie, mögliche Erkrankungen, Methoden der Altersbestimmung und die Bestückung der Robben mit Datenloggern, als wissenschaftliche Methode, um räumliche Verhaltensmuster für diese Tiere erstellen zu können. Gerade die Oberstufenschüler sollen so Einblicke in das naturwissenschaftliche Arbeiten bekommen, um sich später leichter für ein Hochschulstudium entscheiden zu können. Am ITAW lernen die Schüler physiologische und anatomische Untersuchungsmethoden von Robben und Walen kennen. Ein weiterer wichtiger Bereich ist die Bewertung der Verschmutzung der Meere durch Lärm (Schiffe, Sprengungen, Bohrinseln) und deren Auswirkungen auf marine Säuger (Bioakustik) und Müll.

Ziel ist es, dass das naturwissenschaftliche Repertoire der Schüler durch dieses Kennenlernen von wissenschaftlichen Methoden, das Diskutieren mit Experten über aktuelle Themen in Form von Vorträgen und Präsentationen erweitert wird und dass der Weg in das spätere außerschulische Leben, sei es an der Universität oder im praktischen Beruf, unterstützt wird - oder auch die Erkenntnis, dass dieses Berufsfeld nichts für sie ist.

Frau Dr. Poremba und Frau Vanselow

Projekt Ökosystem Wattenmeer

(Text und Fotos: Frau Heinrich)

Am Freitag, den 15.07.2016, fuhren die Klassen 7a und Q1a, die sich beide im Biologieunterricht mit dem Ökosystem Watt auseinandergesetzt haben, ins Multimar Wattforum Tönning, um dort im Labor Versuche mit heimischen Meeresbewohnern durchzuführen.

So konnte beobachtet werden, welchen Salzgehalt des Wassers der Seestern bevorzugt und wie schnell es eigentlich Miesmuscheln schaffen, das trübe Nordseewasser zu filtern. Vor bzw. nach dem Labor stand noch eine Führung durch die Ausstellung an, bei der die Schülerinnen und Schüler viel Interessantes über die Pflanzen und Tiere in der Nordsee erfuhren.

Zum Abschluss des Unterrichts ging es dann einige Tage später mit Forken und Bestimmungsbüchern ins Büsumer Watt. Die Schülerinnen und Schüler sahen nicht nur Watt- und Seeringelwürmer, sondern auch Sandklaffmuscheln mit ausgestülptem Sipho, kleine Strandkrabben und Nordseegarnelen. 

öko4

 

Viertklässler nehmen an den Ringelganstagen teil

 Ringelgans-Priel

Die Teilnahme am Malwettbewerb der Ringelganstage ist schon fast Tradition des Büsumer Grundschulteils. Beim diesjährigen Wettbewerb hat Lucas Sievers (Klasse 4b) mit seinem Bild den 1. Platz erzielt und für seine Klasse einen Tagesausflug zu den Halligen Langeneß und Oland gewonnen. Da Frau Engels im Kunstunterricht mit den vierten Klassen die Bilder für den Malwettbewerb erarbeitet hatte, waren sich die beiden Klassenlehrerinnen sofort einig, dass sie auch mit beiden Klassen diesen Ausflug machen wollen.

So ging es dann am 28.04.2016 bei trockenem Wetter, später sogar bei Sonnenschein für die 40 Kinder mit dem Bus nach Schlüttsiel und dann mit der Fähre weiter zur Hallig Langeneß. Von dort ging es mit den Mitarbeitern des Nationalparkamts und der Schutzstation Wattenmeer durchs Watt weiter zur Hallig Oland. Dieses war ein besonderes Erlebnis für die Viertklässler, da sie einen recht breiten Priel überqueren mussten und nicht bei allen Kindern waren die Gummistiefel hoch genug. Auf Oland wurden dann noch mehrere Aktivitäten zu den Ringelgänsen angeboten, so dass die Kinder noch viel Interessantes über diese Tiere gelernt haben. Frau Engels und Frau Vanselow sind sich absolut sicher, dass dieser Ausflug für ihre Schülerinnen und Schüler ein ganz besonderes Erlebnis war.