Grundschüler sammeln Müll

Jedes Jahr beteiligen sich weltweit viele Menschen am International Coastal Cleanup Day, der traditionell am dritten Septemberwochenende stattfindet. Die Schule am Meer (SaM) macht seit einigen Jahren mit und setzt sich als Nationalpark-Schule auch auf diese Weise aktiv ein für den Schutz des Lebensraums Wattenmeer.

Die Schülerinnen und Schüler der dritten und vierten Klassen sind bei sonnigem und trockenem Wetter gemeinsam mit ihren Lehrkräften und weiteren Aufsichtspersonen vom Schulstandort Neuer Weg zu einem Strandabschnitt in der Nähe der Perlebucht gewandert. Ausgestattet war die Gruppe mit Handschuhen, Eimern und Bollerwagen. Außerdem hatten sie wieder die Plane mit den Feldern zur Müllsortierung und Listen zur Auswertung dabei. Unterstützt wurde die SaM wie schon in den Vorjahren von der Schutzstation Wattenmeer. Anneke Pahl und Maya Aschenbach halfen beim Sammeln, Sortieren und Erfassen. Schon gleich zu Beginn der Aktion zeichnete sich ab, dass es sich bei einem großen Anteil des Mülls um Reste von Netzen handelt. Bedenklich ist nicht nur die lange Verrottungszeit. Es verfangen sich darin häufig Tiere und verenden teilweise sogar.

Erfreulich war, dass der gewählte Küstenabschnitt ungewöhnlich sauber war. „Ich habe da mal eine Frage: Wo ist eigentlich der Müll?“, fragte Grundschüler Linus Hein gleich zu Beginn der Müllsammel-Aktion. Möglicherweise ist dies auch schon ein Erfolg der Strandgut-Sammelboxen, für die die Grundschülerinnen und Grundschüler im Rahmen eines Kunstprojektes das informative Design entworfen haben.

Text/ Bilder/ Collagen: Claudia Brandt

1.000 Euro für den SaM-Förderverein

Martina Lieske vom Frühlingsball-Festkomitee hat eine erfreuliche Mitteilung für die Schule am Meer (SaM): Es konnte eine Spende in Höhe von 1.000 Euro an den SaM-Förderverein überwiesen werden. Diese Summe kam dadurch zustande, dass viele nicht Gebrauch gemacht haben von der Kartenrückgabe. Herzlichen Dank an alle!

Meistertitel für Nuka Driver

SaM-Schüler Nuka Driver blickt auf beachtliche sportliche Erfolge in den letzten Wochen zurück. In Wesel wurde er im August bei der Mehrkampf-DM Deutscher Meister im Neunkampf (U16-Wettbewerbe). Mit einer Medaille hatte er gerechnet, schließlich war er bereits auf Rang 1 in der Bestenliste. Dass es am Ende sogar Platz 1 wurde, freut ihn umso mehr.

Anfang September nahm er teil an den Einzelmeisterschaften in Hannover und kam auch von dort mit Edelmetall nach Hause: Bronze gab es im Kugelstoß, die Silbermedaille im Diskurswurf.

Es erfordert viel Fleiß, um Leistungen auf diesem hohen Niveau zu zeigen. Der Leichtathlet ist Mitglied im MTV Heide und trainiert fünfmal pro Woche, einmal wöchentlich geht es nach Kiel zum Stabhochsprung-Training. Außerdem trainiert er zuhause Kraft. „Ich mag alle Disziplinen“, erzählt Nuka Driver und fügt hinzu: „Sprint liegt mir aber am wenigsten.“

Trotz des hohen zeitlichen Aufwands zeigt er gute Leistungen in der Schule und holt den Stoff nach, den er verpasst, wenn er einige Tage unterwegs ist wegen der Wettkämpfe. Und Zeit für Freunde hat er auch, zum Beispiel in den Ferien oder Trainingspausen. Viel Unterstützung erfährt er von seiner Familie, die ihn zu den Wettkämpfen begleitet. Sein älterer Bruder Malik, der ebenfalls Schüler an der SaM war, ist sein Vorbild.

Dankbar ist er, dass er bislang von größerem Verletzungspech verschont blieb. So antwortete er auf die Frage nach seinen nächsten großen Zielen: „Verletzungsfrei bleiben und vielleicht international für Deutschland antreten.“

Foto und Text: Claudia Brandt

Expedition ins Maisfeld

Anfang September ging es für die neuen Fünftklässler der Schule am Meer (SaM) wieder mit ihren Stammgruppenlehrkräften und ihren Paten ins Maislabyrinth der Familie Brütt. Bei trockenem Wetter wanderte die Gruppe vom Schulgebäude in der Otto-Johannsen-Str. zum Hof am Ortseingang von Büsum. In Gruppen ging es nach kurzer Einweisung ins Labyrinth. Es ging gar nicht darum, möglichst schnell wieder den Ausgang zu finden. Vielmehr sollten die einzelnen Gruppen aufmerksam und systematisch durch das Feld streifen, um alle sogenannten Wegepunkten zu entdecken. An diesen Punkten mussten jeweils Rätsel gelöst werden. Die Lösungen wurden auf die Rätsel-Karten eingetragen. Aus allen Lösungen ergab sich das finale Lösungswort. Wer das Rätsel gelöst hatte, konnte sich auf dem Trampolin austoben oder eines der mitgebrachten Spiele spielen. Es hat allen sehr viel Spaß gemacht.

Lea-Marie Schulz: "Es hat mir gut gefallen. Zwei Fragen waren irritierend, sonst war es zu lösen. Das Auffinden der Wegepunkte war manchmal schwer, oft landeten wir am selben Ort."

Finja Klinkhammer: "Ich fand es ganz gut. Die Hügel am Rand waren toll."

Hagen Heyna: "Wir sind auf den Hügel gegangen, um zu gucken nach den Wegepunkten."

Philipp Braun: "Am schwierigsten war, die Punkte zu finden."

Fotos/ Collagen und Text: Claudia Brandt

25jähriges Dienstjubiläum

Astrid Schwanke, Schulsekretärin im Grundschulteil am Neuen Weg, hatte zu Beginn des neuen Schuljahrs ein ganz besonderes Dienstjubiläum. Bereits ¼ Jahrhundert ist sie die gute Seele dort und hat ein offenes Ohr für die kleinsten SaM-Schülerinnen und –Schüler sowie auch sämtliche Anliegen der Eltern und Lehrkräfte. Andrea Vanselow, Leiterin des Grundschulteils, gratulierte ihr zu diesem Jubiläum.

Astrid Schwanke ist ein Büsumer Urgewächs, so sagt sie selbst: Im Büsumer Krankenhaus geboren, Abitur am Büsumer Nordsee-Gymnasium und in Büsum lebend und arbeitend. Dadurch sind für sie die Schulanmeldungs-Tage immer ein Highlight im Jahreskalender. Es kommen viele, die sie selbst aus ihrer eigenen Schulzeit kennt, die nun ihre Kinder an der SaM anmelden.

„Interessant ist und bleibt für mich tatsächlich der ständige Wandel, dem ‚Schule‘ über die Jahre unterworfen ist. Das verlangt Anpassungsfähigkeit, Flexibilität, ist Herausforderung und manchmal auch Mutprobe. Und ich bin tatsächlich Dienstleister durch und durch, ein dienstbarer Geist sozusagen, und ich freue mich über vielfältige Aufgaben. Besonders viel Freude bereitet es, wenn man Begegnungen ‚auf Augenhöhe‘ hat. Nette Vorgesetzte, Lehrkräfte, Eltern, Kinder und Kollegen bereichern das Berufsleben ganz entscheidend.“ (Astrid Schwanke)

Foto: Andrea Genthe

Text: Claudia Brandt, Astrid Schwanke